Hintergründe
Armut? Abschaffen! – Eindrücke vom Digitalen Aktionskongress 2021 PDF Drucken
Geschrieben von: Ole Haß   
Dienstag, den 22. Juni 2021 um 11:59 Uhr

ArmutskonferenzCorona sorgt auch beim Paritätischen Wohlfahrtsverband für Innovation. So fand der Armutskongress in diesem Jahr digital statt. Wie im Home-Office kamen die Teilnehmenden per Zoom-Schaltung zusammen. Der große Unterschied zu den übersichtlichen Büro-Konferenzen. Ist sicherlich die Menge der Teilnehmenden. Beim Armutskongress waren in den vorbereitenden Sitzungen etwa 70 Teilnehmende am Start, beim eigentlichen „Event“ vom 10. bis 12. Juni 2021 waren sogar rund 200, in Spitzenzeiten gar 500 Mitwirkende dabei.
Zur Begrüßung erläuterte der Vorsitzende des Verbandes, Dr. Rosenbrock, in seiner Einführung in den Digitalen Aktionskongress, dass die gesundheitlichen Benachteiligungen, die durch die Armut verursacht werden, die jeweilige Lebenserwartung erheblich herabsetzen. Er bemängelte, dass die Benachteiligungen, die durch Armut entstünden, sich in fast alle Lebensbereiche des täglichen Lebens auswirken.

Anna Mayr, die Autorin des Buches „Die Elenden warum unsere Gesellschaft Arbeitslosigkeit verachte und sie dennoch braucht“ und gleichzeitig Redakteurin der Tageszeitung Zeit, erläuterte das „Ich“ in der Gesellschaft und stellte fest, dass es ohne Arbeit kein Fortkommen der eigenen Familie geben werde.
Um den Überblick zu behalten müsse man sich auch immer wieder bewusst machen, wo man sich im Leben befände. Ansonsten verliere man den roten Faden und den Überblick über sein gesamtes Leben.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Juni 2021 um 12:10 Uhr
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Ein Geben und Nehmen PDF Drucken
Geschrieben von: Hannelore   
Montag, den 01. März 2021 um 11:21 Uhr

SeeroseWir sind traurig! Eine unserer langjährigen betreuten Seniorin ist verstorben. Ihr großes Lebensbuch ist leider schon zu Ende geschrieben.

Wir alle haben sie zu unterschiedlichen Zeiten mit Freude betreut. Sind mit ihr gemeinsam Einkaufen gegangen und trugen ihren Einkauf nach Hause. Auf diesen Touren erzählte sie gern von heute und gestern. Ebenso gern fragte sie nach, wie wir uns fühlten. Neben den Lebensmitteln kaufte sie sich duftende Blumen und schmückte so ihr Wohnzimmer.


Aber wenn es sonnig war, saßen wir auf einer Bank und erzählten gemeinsam von unseren Erlebnissen. So verging die Zeit oft viel zu schnell und wir verabredeten uns für einen der nächsten Tage.

So sorgte sie für eine gemeinsame Entschleunigung, in dem wir uns gegenseitig Zeit schenkten.

Nun ist leider unsere gemeinsame Zeit zu Ende. Du fehlst uns!

Bild: Wikimedia / Benjamin Gimmel

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. März 2021 um 11:23 Uhr
 
jobmesse - Jahrmarkt der Berufe PDF Drucken
Geschrieben von: Team Pro Regio   
Montag, den 11. November 2019 um 13:05 Uhr

Jjobmesseobmesse in Kiel – ein Fixtermin für alle interessierten angehenden Azubis, Jobsuchern und auch von jenen, die sich beruflich verändern wolllen. Wie bei TuS zu lesen, ging die Messe am letzten Oktoberwochenende über die Bühne. Das ist jetzt zwar schon ein wenig her, es ist uns trotzdem noch wichtig, euch unsere Eindrücke von der jobmesse Kiel am 26.Oktober und 27.Oktober 2019 in der Messehalle Mercedes-Benz Süverkrüp Automobile in Kiel-Wittland mitzuteilen.

Samstag den 26.Oktober, pünktlich zum Messebeginn um 10 Uhr waren wir als 6-köpfiges TUS Team aus allen Kieler Service Büros von Pro Regio vor Ort und mischten uns unter die Leute – gespannt darauf, was es Neues gibt. Wurde das Bewerbungsanschreiben neu erfunden? Ist in Zeiten der Online-Bewerbungen die DIN 5008 noch zweckmäßig und haben die haptischen Bewerbungsmappen ausgedient? Bereits zum 12. Mal war die jobmesse Kiel am Start! Mit über 100 Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen präsentierten sich so viele Aussteller wie noch nie in den vergangenen Jahren! Die Besucher, sowie Unternehmen und Institutionen der Messe hatten die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit miteinander ins persönliche Gespräch zu kommen. Ganz gleich, ob Handwerk, Handel, Dienstleitung, Industrie, Studium oder Ausbildung - für alle Qualifikationen und Generationen war etwas dabei. Etwas verwirrend war die offenbar willkürliche Anordnung der Stände. Man fand die Polizei neben einem Käsehersteller und gegenüber von Edeka. Am anderen Ende des Gebäudes wartete schließlich der Zoll… Gleich am Eingang hatte die Bundeswehr ihr Lager aufgeschlagen und lud u. a. mit Kugelschreibern in Camouflage-Design die Interessenten zum Gespräch. Kleine Geschenke erhalten - oder in diesem Fall - begründen die Freundschaft. Genau wie beim Stand von Aldi, wo die freundlichen Mitarbeiter die Besucher mit einer Tasche mit Obst begrüßten und für ihr Unternehmen warben. Da angekündigt war, dass auch viele Unternehmen vor Ort sein würden, die händeringend Auszubildende suchen, besuchten auch zahlreiche Jugendliche - mitunter fein herausgeputzt und mit Bewerbungsmappen bewaffnet- die Messe. So hatten beide Seiten die Chance, von sich zu überzeugen. Auch IT-Fachleute fanden an fast jedem Stand Zukunftsmöglichkeiten. Wer allerdings als ungelernte Kraft einen Einstieg suchten, bekam zu hören: Da haben wir heute nichts dabei, aber auf unserer Website…

Doch nicht nur die direkte Jobsuche wurde geboten. Großer Andrang herrschte an der Teststation für Bewerbungsmappen, an dem die Interessenten mitunter warten mussten, um einen der Stühle im Wartebereich zu ergattern, bevor es schließlich zum Mappencheck kam. Und siehe da: Die klassischen Mappen haben nicht ausgedient. Auch der Stand, an dem professionelle Bewerbungsfotos gemacht wurden, war tüchtig belagert. Vielfältige Interessensfelder konnten bei der jobmesse bedient werden. An solch langen Tagen wollte natürlich auch das leibliche Wohl befriedigt werden. Dies konnte nach Wunsch an den Gastronomieständen geschehen, die sich preislich dem Niveau anderer kommerzieller Veranstaltungen anpassten. Ein buntes, interessantes Wochenende voller Jobs und Zukunftschancen ging schließlich zu Ende. Mit 100 prozentiger Sicherheit folgt auch im nächsten Jahr wieder eine jobmesse. Mit noch mehr Ausstellern, noch mehr Jobs und noch mehr Besuchern. Auf dem Jahrmarkt der Berufe in Kiel…

Bild: BARLAG

Nach dem Klick auf "weiterlesen" folgen einige Impressionen der jobmesse.

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TuS vor Ort: "ECHT.GUT." - mehr als Möbel PDF Drucken
Geschrieben von: Ullrike und Peter   
Mittwoch, den 09. November 2016 um 11:26 Uhr

ECHT.GUT.Die "klassische" Kieler Möbelbörse gibt es nicht mehr. Stattdessen öffnete im Juni diesen Jahres "ECHT.GUT." an gleicher Stelle in der Hasseer Straße 49 die Pforten. Grund genug, für "Tipps und Service" einmal vor Ort hinter die Kulissen zu schauen. Wir wurden vom Fachbereichsleiter Sebastian Rehbach freundlich empfangen, der bereitwillig unsere Fragen beantwortete und uns durch die Räumlichkeiten führte. Jahrelang galt die Möbelbörse – oder auch "Möbellager", wie es früher genannt wurde, als erste Anlaufstelle für Menschen mit schmalem Geldbeutel, wenn es darum ging, gegen einen Berechtigungsschein gebrauchsfähiges Mobiliar zu erwerben. 2016 wurde der Berechtigungsschein abgeschafft. Die betroffenen Menschen, die mit ihrem Einkommen unter der "Bedürftigkeitsgrenze" liegen (Alg-2-Empfänger, Bezieher von BaföG, Renter, Asylsuchende nach der BÜMA-Ausstellung etc.), bekommen für dringend benötigte Möbel stattdessen gegen Antrag ein Geldbudget zur Verfügung gestellt, mit dem sie bei "Echt. Gut." einkaufen können. Auch die Möbelbörse der Stadtmission erfand sich neu und ging nach Umbau und einer Erweiterung der Ausstellungsfläche im Juni diesen Jahres mit einem frischen Konzept an den Neustart. Ein neuer Name spiegelt die geänderte Ausrichtung wieder: "ECHT.GUT." heißt das Einrichtungs- und Kaufhaus in der Hasseer Straße 49 heute. Neu ist, dass Jedermann und -frau dort die gebrauchten Möbel, Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände und vieles mehr einkaufen kann. Die oben erwähnten Menschen mit schmalem Geldbeutel erhalten gegen einen Nachweis ihrer Bedürftigkeit eine kostenlose Kundenkarte, mit der sie 20% Ermäßigung für ihren Möbeleinkauf bekommen. Zum festen Stamm von "ECHT.GUT." gehören 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das übrige Team setzt sich aus AGH-Kräften, Beschäftigten im Rahmen von "Chance auf Teilhabe" und ehrenamtlich tätigen Kräften zusammen. Schon beim Betreten des hell und freundlich gehaltenen Verkaufsraumes fielen uns die bunten Deckenträger auf, deren Farben sich in den Schubladenblenden des auffälligen Empfangstresens wiederfinden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. November 2016 um 22:22 Uhr
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Einmal um die ganze Welt… PDF Drucken
Geschrieben von: bibrich   
Donnerstag, den 08. August 2013 um 13:38 Uhr

VanuatuJeder von uns hatte in der Kindheit den heimlichen Traum. Der eine wollte ein berühmter Schauspieler werden, der andere Pilot, mancher wollte in den Weltraum fliegen oder auf die höchsten Gebirge klettern. Die Mädchen bevorzugten grundsätzlich eine Zukunft als Prinzessin oder Tänzerin – heute wohl eher Model oder Weltstar. Aber nicht alle Menschen haben das Glück ihre Träume verwirklichen zu können. Warum? Es gibt verschiedene Gründe: die Träume im Lebensprozess können sich ändern – man wird eben älter und reifer - oder das Leben schlägt schlicht eine andere Bahn ein. Wenn der Mensch trotz aller Schwierigkeiten seine Träume wahr werden lässt, ist er glücklich. Ich kenne jemanden. Er kommt aus Kiel und heißt Harald Pob. Als Harald Kind war, wuchs in seinem Kopf eine Idee: „Es wäre sehr schön, die weite Welt kennen zu lernen.“ Der Junge wurde groß. Er hat ein Studium absolviert, seine Uta geheiratet, viele Jahre für eine Firma gearbeitet, aber der Gedanke an eine Weltreise ließ ihn nicht los. Dazu kam noch sein neues Hobby – Segeln. Dies gab seinem Traum einen ganz neuen Aspekt: „Einmal um die ganze Welt – unter Segeln.“ Viele Jahre später,als Harald und seine Frau Uta Pob in den Ruhestand gingen, haben sie diesen Traum umgesetzt. Fast drei Jahre dauerte ihre Segelreise: von Gran Canaria einmal um den Erdball bis nach Kiel zurück. Ihr Weg führte durch den Panama-Kanal, die Galapagos-Inseln, Neuseeland, Tonga, Vava, Vanuatu, Australien, Bora-Bora, Madagaskar, Südafrika, St. Helena, die Azoren, England und Helgoland, um nur einig ihrer Stationen zu erwähnen. Aber das größte Abenteuer wartet zum Schluß: Durch den Nordostseekanal wollen Harald und Uta Pob wieder nach Kiel kommen – wird es ihnen gelingen? Sie haben viele Meere bereist, die schönsten Plätze in der Welt besucht, Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler besichtigt, wunderschöne wilde Natur genossen und viele neue Freunde kennengelernt. Unzählige Seemeilen wurden geschafft, viele Schwierigkeiten und schöne Momente unterwegs erlebt, ganz neue Gefühle in die Herzen aufgenommen. Sie hatten ein gemeinsames Ziel und sie haben es erreicht! Am Samstag, dem 10.08.13 werden Harald und Uta Pob um 14 Uhr (wenn der Streik der Schleusenwärter des NOK und die maroden Schleusentore es zulassen) im Olympiahafen Schilksee Kiel erreichen. Wer die zwei Weltbummler begrüßen und ihnen einen tollen Empfang bereiten möchte, kann einfach vorbei kommen.

Bild: Niki Gango / wikimedia

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. August 2013 um 21:56 Uhr
 
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