Hintergründe
TuS vor Ort: "ECHT.GUT." - mehr als Möbel PDF Drucken
Geschrieben von: Ullrike und Peter   
Mittwoch, den 09. November 2016 um 11:26 Uhr

ECHT.GUT.Die "klassische" Kieler Möbelbörse gibt es nicht mehr. Stattdessen öffnete im Juni diesen Jahres "ECHT.GUT." an gleicher Stelle in der Hasseer Straße 49 die Pforten. Grund genug, für "Tipps und Service" einmal vor Ort hinter die Kulissen zu schauen. Wir wurden vom Fachbereichsleiter Sebastian Rehbach freundlich empfangen, der bereitwillig unsere Fragen beantwortete und uns durch die Räumlichkeiten führte. Jahrelang galt die Möbelbörse – oder auch "Möbellager", wie es früher genannt wurde, als erste Anlaufstelle für Menschen mit schmalem Geldbeutel, wenn es darum ging, gegen einen Berechtigungsschein gebrauchsfähiges Mobiliar zu erwerben. 2016 wurde der Berechtigungsschein abgeschafft. Die betroffenen Menschen, die mit ihrem Einkommen unter der "Bedürftigkeitsgrenze" liegen (Alg-2-Empfänger, Bezieher von BaföG, Renter, Asylsuchende nach der BÜMA-Ausstellung etc.), bekommen für dringend benötigte Möbel stattdessen gegen Antrag ein Geldbudget zur Verfügung gestellt, mit dem sie bei "Echt. Gut." einkaufen können. Auch die Möbelbörse der Stadtmission erfand sich neu und ging nach Umbau und einer Erweiterung der Ausstellungsfläche im Juni diesen Jahres mit einem frischen Konzept an den Neustart. Ein neuer Name spiegelt die geänderte Ausrichtung wieder: "ECHT.GUT." heißt das Einrichtungs- und Kaufhaus in der Hasseer Straße 49 heute. Neu ist, dass Jedermann und -frau dort die gebrauchten Möbel, Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände und vieles mehr einkaufen kann. Die oben erwähnten Menschen mit schmalem Geldbeutel erhalten gegen einen Nachweis ihrer Bedürftigkeit eine kostenlose Kundenkarte, mit der sie 20% Ermäßigung für ihren Möbeleinkauf bekommen. Zum festen Stamm von "ECHT.GUT." gehören 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das übrige Team setzt sich aus AGH-Kräften, Beschäftigten im Rahmen von "Chance auf Teilhabe" und ehrenamtlich tätigen Kräften zusammen. Schon beim Betreten des hell und freundlich gehaltenen Verkaufsraumes fielen uns die bunten Deckenträger auf, deren Farben sich in den Schubladenblenden des auffälligen Empfangstresens wiederfinden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. November 2016 um 22:22 Uhr
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Einmal um die ganze Welt… PDF Drucken
Geschrieben von: bibrich   
Donnerstag, den 08. August 2013 um 13:38 Uhr

VanuatuJeder von uns hatte in der Kindheit den heimlichen Traum. Der eine wollte ein berühmter Schauspieler werden, der andere Pilot, mancher wollte in den Weltraum fliegen oder auf die höchsten Gebirge klettern. Die Mädchen bevorzugten grundsätzlich eine Zukunft als Prinzessin oder Tänzerin – heute wohl eher Model oder Weltstar. Aber nicht alle Menschen haben das Glück ihre Träume verwirklichen zu können. Warum? Es gibt verschiedene Gründe: die Träume im Lebensprozess können sich ändern – man wird eben älter und reifer - oder das Leben schlägt schlicht eine andere Bahn ein. Wenn der Mensch trotz aller Schwierigkeiten seine Träume wahr werden lässt, ist er glücklich. Ich kenne jemanden. Er kommt aus Kiel und heißt Harald Pob. Als Harald Kind war, wuchs in seinem Kopf eine Idee: „Es wäre sehr schön, die weite Welt kennen zu lernen.“ Der Junge wurde groß. Er hat ein Studium absolviert, seine Uta geheiratet, viele Jahre für eine Firma gearbeitet, aber der Gedanke an eine Weltreise ließ ihn nicht los. Dazu kam noch sein neues Hobby – Segeln. Dies gab seinem Traum einen ganz neuen Aspekt: „Einmal um die ganze Welt – unter Segeln.“ Viele Jahre später,als Harald und seine Frau Uta Pob in den Ruhestand gingen, haben sie diesen Traum umgesetzt. Fast drei Jahre dauerte ihre Segelreise: von Gran Canaria einmal um den Erdball bis nach Kiel zurück. Ihr Weg führte durch den Panama-Kanal, die Galapagos-Inseln, Neuseeland, Tonga, Vava, Vanuatu, Australien, Bora-Bora, Madagaskar, Südafrika, St. Helena, die Azoren, England und Helgoland, um nur einig ihrer Stationen zu erwähnen. Aber das größte Abenteuer wartet zum Schluß: Durch den Nordostseekanal wollen Harald und Uta Pob wieder nach Kiel kommen – wird es ihnen gelingen? Sie haben viele Meere bereist, die schönsten Plätze in der Welt besucht, Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler besichtigt, wunderschöne wilde Natur genossen und viele neue Freunde kennengelernt. Unzählige Seemeilen wurden geschafft, viele Schwierigkeiten und schöne Momente unterwegs erlebt, ganz neue Gefühle in die Herzen aufgenommen. Sie hatten ein gemeinsames Ziel und sie haben es erreicht! Am Samstag, dem 10.08.13 werden Harald und Uta Pob um 14 Uhr (wenn der Streik der Schleusenwärter des NOK und die maroden Schleusentore es zulassen) im Olympiahafen Schilksee Kiel erreichen. Wer die zwei Weltbummler begrüßen und ihnen einen tollen Empfang bereiten möchte, kann einfach vorbei kommen.

Bild: Niki Gango / wikimedia

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. August 2013 um 21:56 Uhr
 
Karneval gibt es überall in der Welt PDF Drucken
Geschrieben von: bibrich   
Montag, den 18. Februar 2013 um 12:40 Uhr

Karneval in VenedigDer Aschermittwoch, der letzte Tag des Karnevals, ist längst vorbei. Die närrische Zeit, die auch Fasching genannt wird und in der kräftig und bunt gefeiert wurde, wird bis zum 11.11., 11 Uhr 11 eingemottet. Wissen Sie, wie Fasching / Karneval in anderen Ländern gefeiert wird? Jedes Land hat seine Besonderheit. Der berühmteste Karneval findet in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro statt. Seit dem 17. Jahrhundert zeigen dort die Schüler aus den Samba-Tanzschulen, was sie können, wenn sie ein Mal im Jahr, am Faschingssonntag und Rosenmontag, Umzüge im "Sambadrome" veranstalten. Viele Touristen und riesige Menschenmengen aus Brasilien und der ganzen Welt kommen nach Rio um den größten Karnevalsumzug zu erleben. Musik und Lieder kann man hier Tag und Nacht hören und dazu tanzen. Die Idee, vor dem Beginn der Fastenzeit bunt gekleidet und maskiert auf den Straßen zu bummeln, entstand in der italienischen Stadt Venedig. Seit dem 17. Jahrhundert bewundert die Welt den venezianischen Karneval wegen seiner außergewöhnlichen Masken und Kostüme, den besonderen Attraktionen, Ritterspielen und Turnieren. Musiker, Künstler und Berufsschauspieler gehen auf die Straßen und zeigen ihre besonderen Talente durch Lieder, Tanzen, Bilder oder improvisierte Theaterstücke, die im 16. Jahrhundert aus dem Volkstheater „Commedia dell' Arte“ entstanden und der Ursprung der Maskerade sind. Auf der spanischen Insel Teneriffa beendet ein großes Feuerwerk den dortigen Karnevalsumzug, der sogar der zweitgrößte der Welt ist. Dieser findet in den Städten Santa Cruz und Puerto de la Cruz statt. Er ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Bei riesigen bunten Umzügen, in deren Verlauf das Publikum die Karnevals- und die Kinderkönigin wählt, präsentieren die Leute auch prunkvolle Kleider. Kunstvoll geschnittene bunte Teufelsmasken aus Holz und traditionelle Teufelstänze sind die besonderen Höhepunkte des Karnevals in der bolivianischen Stadt Oruro. Am Faschingsdienstag feiert Bolivien Karneval, der sich durch folkloristische Tänze und bunte Kostüme hervorhebt. Noch wichtiger ist eine Wallfahrt mit Opfergaben für die von den Einwohnern verehrte heilige Jungfrau von Candelaria.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Februar 2013 um 12:44 Uhr
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Nach 42 Jahren Schönheitsschlaf: ECK kommt wieder PDF Drucken
Geschrieben von: Peter   
Freitag, den 09. November 2012 um 10:14 Uhr

NummernschildManch älteres Semester kann sich noch erinnern. An die Autokennzeichen mit dem Kürzel ECK für Eckernförde. Als im Jahre 1970 mit der Kreisgebietsreform die Zahl der Landkreise und Verwaltungsbezirke im Land gesenkt wurde und am 26. April der Landkreis Rendsburg-Eckernförde entstand, wurde das ECK kassiert. Wer seinerzeit an seinem Auto ein derartiges Nummernschild spazieren fuhr, durfte dies weiterhin tun. Auch bis heute. Doch die die Zahl der Autos, die die nunmehr 42 Jahre überstanden haben ist extrem überschaubar. Neuzulassungen für Autos aus Eckernförde trugen seither und tragen grundsätzlich auch weiterhin das Kürzel RD für den Landkreis. Die Eckernförder fügten sich dem Schicksal der Moderne, doch die geheime Sehnsucht nach dem ECK als Identifikation blieb. Und die ECKis waren nicht alleine. Verwaltungsreformen ließen über die Jahre im gesamten Bundesgebiet „kleine“ Kennzeichen verschwinden. Nun wandten sich die Verkehrsminister der Länder an den Bund mit der Aufforderung, die Regelung „ein Verwaltungsbezirk – ein Unterscheidungskennzeichen“ zu kippen und in diesem Zuge auch die Wiedereinführung alter Kennzeichen zu ermöglichen. Das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat in der Folge eine entsprechende Verordnung erarbeitet, die am 01. November 2012 in Kraft getreten ist. Die Bundesländer können nun beim BMVBS die Wiederausgabe der alten Kennzeichen beantragen. In Schleswig-Holstein wurde die Initiative der Eckernförder, federführend hierbei Bürgermeister Jörg Sibbel, belohnt. Am 31. Oktober stellte das Landesverkehrsministerium beim Bund den Antrag, ECK wieder einzuführen. Andere Anfragen für Altkennzeichen aus dem Land, z.B. EUT für Eutin oder HUS für Husum, liegen bisher nicht vor. Da mit einer positiven Entscheidung des BMVBS zu rechnen ist, können die ECK-Nummernschilder ab dem 12. November bei jeder Kfz-Zulassungsbehörde im Kreis Rendsburg-Eckernförde reserviert werden - nur nicht in Eckernförde selbst, denn die dortige Zulassungsstelle ist wegen eines fehlenden Bauantrages vorübergehend geschlossen. Hier die Ausweichmöglichkeiten. Die Kosten: Für die einfache Ummeldung werden 27,40 € fällig, für ein Wunschkennzeichen kommen nochmal 10,20 € dazu. Die Reservierung kostet noch mal 2,60 € extra. Ab Dezember sollen die neuen „alten“ Kennzeichen ausgegeben werden – ein ComebECK zum Jahresende.

Bildquelle: Mattes /wikimedia

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. November 2012 um 11:57 Uhr
 
Leuchtturm sein und Hoffnung geben - die "coop-Stiftung-Unser-Norden" PDF Drucken
Montag, den 15. Oktober 2012 um 14:06 Uhr

Unser Norden 3Im März 2011 wurde für gemeinnützige Zwecke von der coop eG eine Stiftung ins Leben gerufen - die „coop-Stiftung-Unser-Norden“. Sie hat sich anderen Werten verpflichtet, als kapitalorientiert zu sein. Sie ist selbstlos, ehrenamtlich tätig und unterstützt mit großem Engagement wertvolle und einzigartige Projekte im sozialen Bereich für Menschen im Norden. Mit der Beschaffung von Mitteln will sie kranken und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine fröhliche Kindheit ermöglichen. Außerdem trägt sie zur Altenhilfe bei und fördert Sport, Kunst und Kultur für Hilfebedürftige. So hat sie beispielsweise im August 2012 mit dem >> Unser Norden<< Cup in der Ostseehalle rund 8.000 Handball-Fans mit dem THW Kiel, der SG Flensburg-Handewitt und der dänischen Mannschaft Alborg Handbold ein Spitzenspiel zu familienfreundlichen Preisen geboten. In der Halbzeitpause wurde ein Scheck in Höhe von 40.000 € an das Kinderherzzentrum Schleswig-Holstein in Kiel übergeben. Und das ist nur ein Beispiel. Mit regelmäßigen Spenden möchte sie eine konstante Hilfestellung gewährleisten. Die Produkte im Verkauf, von Milch über Backwaren bis zu Feinkost stammen hauptsächlich aus der Region, unter dem Motto „Aus dem Norden – für den Norden“. So sollen Arbeitsplätze erhalten, Ausbildungsplätze geschaffen und die Umwelt durch unnötig lange Transportwege geschont werden. Und sie geht noch einen Schritt weiter und holt die „Botschafterinnen für heimische Produkte“ dazu, den LandFrauen-Verband Schleswig-Holstein. Bis in den Dezember hinein informieren sie über das Projekt in ausgesuchten Märkten vor Ort. Über Qualität, bieten Verkostungen der regionalen Produkte an und verraten Rezeptideen. Für hohe Qualität wurden die Verkaufsprodukte schon mehrfach von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) ausgezeichnet. Klasse Sache - für gute Sache!

Bildquelle: Richie/wikimedia

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. Oktober 2012 um 14:34 Uhr
 
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